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Ganz interessant war der Befund auf dem Anwesen Pfarrgasse 1. Hier wichen
die freigelegten Fundamentreste mit Pflasterung um ca. 20 Grad von der
Ausrichtung des abgerissenen Hauses ab, in dem 1802 eine Schlosserwerkstatt
eingerichtet worden war, so daß die Bebauung aus der Zeit vor Anfertigung
der Bauakte dieses Hauses, also vor ca. 1780, zu stammen scheint. Es konnten
zwei Bauphasen beobachtet werden, wobei der jüngere Abschnitt einen Fußboden
aus Backsteinen besaß, die noch nicht das später gültige Reichsformat
aufzuweisen hatten. Darüber befand sich ein 5 cm dicker, festgetretener
Lehmfußboden, auf dem ein Großteil der geborgenen Funde, zwei Nachttöpfe,
eine Obstschale mit Standring, zwei Milchkännchen und eine vollständig
erhaltene Milchsatte, angetroffen wurden. In der Füllmasse über dem Pflaster
waren außerdem Fragmente von Apotheken- oder Parfümfläschchen sowie die
umgelegten Ränder von Butzenscheiben zu finden. Unter dem Pflaster wurden
die Fragmente von spätbarocken Ofenkacheln und Keramik des 18. Jahrhunderts
entdeckt. Am aufschlußreichsten waren jedoch die gefundenen Werkstattreste
eines Drechslers und Knochenschnitzers
als einmaliger Befund.
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