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   Feldbegehungen  

Was ist eine Feldbegehung?

Unter einer Feldbegehung versteht man das systematische Ablaufen von Ackerflächen. Besonders ideal sind dabei gepflügte und abgeregnete Parzellen.
Durch die Feldbestellung werden Funde wie Scherben und Steinwerkzeuge an die Erdoberfläche gebracht. Dort können Sie dann aufgelesen werden. Auf diese Weise ist es möglich, Siedlungen, Gräber und andere archäologische Objekte zu lokalisieren.

Die Fundstreuung trägt man in Topographische Karten ( z.B. Maßstab 1:25000) und ggf. in Flurkarten ein.

Welche Ergebnisse bringen Feldbegehungen?

Durch Feldbegehungen können bei günstigen Bedingungen viele Informationen über eine archäologische Fundlandschaft erbracht werden. So zum Beispiel die Dichte der Besiedlung eines Gebietes zu einem bestimmten Zeitraum, oder die Größe einer Siedlung oder eines Hofes. Die gefundenen Artefakte können dann datiert und weiter bearbeitet werden..
Folgende Artefakte sind Beispiele für Lesefunde aus unserem Arbeitsgebiet:

Glasschmuck
oben: Fragment eines blauen Glasarmreifes
unten: blaue Glasperle

Fundort: Breitenau b. Obernzenn
Alter: Spätlatene

 

Fragmente von Graphittongefäßen
Fragmente von Graphittongefäßen
teils noch mit Kammstrich (3. Reihe v.o.)

Fundort: Breitenau b. Obernzenn
Alter: Spätlatene

spätkaiserzeitliche Scherben
zwei verzierte spätkaiserzeitliche Scherben

Fundort: Oberdorf-Ipsheim Lkr. Neustadt/Aisch - Bad Windsheim
Alter: 4. Jhd. n. Chr.

drei geflügelte Pfeilspitzen
drei geflügelte Pfeilspitzen

Fundort: Haaghof b. Markt Erlbach
Alter: Spätes Neolithikum

 

halbe Schichtaugenperle
halbe Schichtaugenperle

Fundort: Breitenau b. Obernzenn
Alter: Spätlatene

verschiedene Mikrolithen (Harpuneneinsätze)
verschiedene Mikrolithen (Harpuneneinsätze)

Fundort: Haaghof b. Markt Erlbach
Alter: Mesolithikum

Fragmente einer Terra-Sigillata- Bilderschüssel
Fragmente einer Terra-Sigillata- Bilderschüssel

Röm. Siedlungsstelle bei Theilenhofen
(Lkrs. Weißenburg-Gunzenhausen)
Alter: Mitte 2 Jhd. n. Chr.

   

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