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Archäologie im allgemeinen beschäftigt sich mit den nichtschriftlichen
Quellen der Geschichte der Menschheit. Das Untersuchungsgebiet reicht
von ersten erkennbaren Werkzeugformen und Niederlassungen von Jägern und
Sammlern bis hin zu stillgelegten Industriebauten unseres Jahrhunderts.
Methodisch versucht der Archäologe, die im Boden befindlichen Spuren und
Überreste vergangener Zeiten freizulegen, zu dokumentieren und zu deuten.
Zur systematischen Erschließung archäologischer Quellen, der
Funde und Befunde, bedient er sich folgender Methodik: Der
"Stratigraphie" und "Typologie".
Der überweigende Teil archäologischer Quellen besteht aus Bodenbefunden
. Das sind Erdschichten (genannt "Straten") und Füllungen, die
in Folge menschlicher Siedlungs- und Bautätigkeit entstanden sind. Die
oft vergänglichen Überreste sind oft nach Jahrtausenden zu erkennen. Einzelne
Erdschichten zu unterscheiden ist oft nur durch systematisches Abtragen
einzelner Schichten möglich. Dabei wird sichtbar, in welcher Abfolge,bzw.
Chronologie, sich die Befunde überlagern.

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Die Stadtarchäologie ist aufgrund der räumlich engen Bedingungen
(starke Innenstadtbebauung) sehr eingeschränkt, allerdings im Zentrum
der historischen Ereignisse reichhaltiges Quellenmaterial erwarten
läßt. Die Stadtarchäologie kann neue Aspekte der Stadtgeschichte aufdecken
und erweitern. Oft sind schriftliche Quellen zur frühen Geschichte
einer Stadt nicht vorhanden oder nur wenig aussagekräftig, so daß
eine Ergänzung durch Funde und Befunde sehr erwünscht ist. Wichtig
ist auf jeden Fall eine Enge Verbindung zwischen "klassischer"
Geschichtswissenschaft und Stadtarchäologie, die manchmal zu wünschen
übrig läßt. |
 
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Wichtiger Schritt für die Chronologie und Datierung von Befunden
ist es, wenn es gelingt, möglichts viele zu datierende Fundgegenstände
zu bergen. Die am weitesten verbreitete Fundgattung ist dabei die
Keramik. Gerade Keramikreste lassen sich wieder zusammensetzen und
geben einen Überblick über zeitübliche Gefäßformen. Die Entwicklung
der Gefäßtypen läßt sich an den Profilen von Gefäßrändern verfolgen,
die in Form einer technischen Zeichnung rekonstruirt werden und als
Grundlage für einen Vergleich mit den in Katalogen veröffentlichten
Beispielen dienen. |
Im Rahmen der Bodendenkmalpflege kann Archäologie nicht nur die Überreste
von Handwerks- oder Gewerbezentren (z.B.
Knochenschnitzer oder mittelalterliches
Weben) wieder an Licht bringen, sondern mit Hilfe der Kartierung datierbarer
Funde einen Beitrag zur frühen Besiedelungs- und Stadtgeschichte machen.
Sie bildet auch die Grundlage für Schutzmaßnahmen in der Bodendenkmalpflege.
Jede archäologische Grabung bedeutet eine unwiederbringliche Zerstörung
von Bodenbefunden. Nur durch professionel durchgeführte Grabungen, Dokumentationen,
Auswertung und Inventarisierung können archäologische Quellen für weitere
wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Jede durchgeführte
Grabung ist daher mit einer großen Verantwortung verbunden.
Neben der Behandlung der Funde selbst ist auch wichtig festzuhalten,
wie Sie im Boden aufgefunden wurden. Zu jeder archäologischen Grabung
gehört auch ein Plan der Grabungsfläche und der darin angetroffenen Strukturen.
Dazu kommen Arbeitsphotos von Grabungs- und Profilflächen. Wichtig ist
auch das "Einhängen" des Grabungsplanes in die gültigen Flur-
und Katasterkarten. und eine Eintragung der absoluten Höhenwerte ausgegrabener
Strukturen über Normal Null (Nivelierplan). Über den Ablauf dieser Tätigkeiten
wird ein Grabungstagebuch geführt und ein Grabungsbericht erstellt.
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